Die Berberitze trägt viele Namen, Sauerdorn und Essigbeere sind nur zwei davon. Verwendung, als Kräuter oder Tee, finden die Berberitzen-Früchte sowie die Wurzelrinde. Gesammelt werden die Berberitzen zwischen August und November.
Den Früchten des Dornenstrauches (so werden Berberitzen auch genannt) werden einige positiv wirkende Eigenschaften, in der Volksheilkunde nachgesagt. Berberitzen beinhalten reichlich Vitamin C, Hyperosid, Capsanthin und Gerbsäure. Berberitzen wirken unter anderem schleimlösend, antibakteriell, tonisierend, schweißtreibend und werden als Kräftigungsmittel genutzt. Gern werden Berberitzen auch bei Zahnfleischentzündungen und nach Infektionskrankheiten zubereitet. Die Berberitzen-Früchte besitzen einen säuerlich-fruchtigen Geschmack und finden damit als Gewürz, auch einen Weg in den Kochtopf.
Ein weiterer nutzbarer Teil der Berberitzen ist die Wurzelrinde. Diese wird als Leber- und Gallentee bei Bauchspeicheldrüsenentzündung aufgebrüht. Zudem wirken Berberitzen sich auf viele andere Dinge positiv aus, um einige zu nennen: Leberstauungen, Bluthochdruck, Menstruationsbeschwerden, Gelbsucht, Gefäßverengungen, Verdauungsstörungen oder auch Steinbildungen. Ausserdem kann die Wurzelrinde die Herztätigkeit und die Fließeigenschaft des Blutes unterstützen. Die Rinde der Berberitze enthält Berberin, Gerbsäure, Jatrorrhizin und Alkaloide.

[...] Die Berberitze (lat: Berberis vulgaris) ist ein in Europa und Asien verbreitetes Strauchgewächs. Dieses Gewächs beträgt meist eine Wuchshöhe von 1 – 3 Metern und ist sommergrün. Die Zweige des Strauches haben häufig ein bis siebenteilige Dornen, die Blüte eine halbrunde Glockenform und die Farbe gelb. Von August bis Oktober trägt die Berberitze rote Beeren, die Blütezeit reicht von Mai bis Juni. [...]