Starke Würzkraft mit Wacholderbeeren

On 14. März 2013 by Kraeuter
Wacholderbeeren

Wacholderbeeren

Wer kennt das nicht – man isst Sauerkraut und muss ständig diese kleinen Kugeln aus dem Kraut pulen. Aber ohne Wachholderbeeren schmeckt ein deftiges Sauerkraut eben nicht nach würzigem Sauerkraut!

Der Geschmack der Beere ist leicht süßlich und angenehm kräftig-harzig. Dank Ihres guten Geschmacks und der verdauungsfördernden Wirkung darf sie bei deftigen Speisen und Beilagen wie Sauerkraut nicht fehlen. Klassisch angewendet für Wildgerichte, Lammfleisch, Fischsud und Marinaden sind die Wacholderbeeren ein beliebtes Gewürz.

Die Wacholderbeere ist die Frucht des Wacholderstrauches, einer Pflanzenart, die zu den immergrünen Gewächsen gehört. Sie hat durch den Gehalt ihres ätherischen Öls einen aromatischen Duft und findet häufig als Gewürz Verwendung.  Wegen ihres kräftigen Geschmacks können die Beeren jeden anderen Geschmack leicht dominieren, daher ist es ratsam, nicht mehr als 8 Beeren in einem Gericht zu verwenden. Frisch getrocknete Wacholderbeeren verleihen dem Gericht die stärkste Würzkraft. Das ist aber auch abhängig von der Anbauregion des Wacholders. Wacholder aus Italien hat ein stärkeres Aroma als norddeutscher Wacholder. Wacholderbeeren harmonieren mit Lorbeer, Sanfkörnern, Pfeffer, Knoblauch, Thymian, Majoran und Fenchel.
Doch die würzigen Beeren schmecken nicht nur gut, sondern soll auch eine heilende und gesundheitsfördernde Wirkung besitzen.

Wacholderbeeren gelten als verdauungsfördernd, weil sie die Darmaktivität anregen und durch seine Bitterstoffe ebenso fördernd auf die Bildung von Magensaft einwirken können. Wegen ihrer angeblich entwässernden Wirkung werden sie auch zum Durchspülen der Harnwege eingesetzt. Verantwortlich dafür ist der Inhaltsstoff der Wacholderbeere, das Terpinen-4-ol, ein Bestandteil des ätherischen Öls, der neben dem Darm vor allem auch das Nierengewebe durch seine durchblutungsfördernde Eigenschaft reizen kann.
Zudem kann die Wacholderbeeren leicht entkrampfend auf den gesamten Organismus wirken.

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