Der Majoran ist eine Pflanze aus der Gattung der Lippenblütler und somit mit dem ebenfalls kulinarisch beliebten Oregano verwandt. Hat man keinen frischen Majoran im Garten, so kann man besten Gewissens auf getrockneten Majoran zurückgreifen. Diesen kann man genau so wie frischen verwenden. Dem Geschmack tut dies keinen Abbruch. Majoran wird seit der Römerzeit in der Küche verwendet.

Sehr verbreitet ist die Zugabe von Majoran in Wurstwaren, daher auch die volkstümliche Bezeichnung „Wurstkraut“. Frisch oder getrocknet eignet sich Majoran hervorragend um Gemüse- und Kartoffelgerichte zu würzen. Besonders beliebt ist Majoran auch als Gewürz für Soßen und insbesondere für Fleischgerichte wie z.B. Braten. Majoran hat neben dem deftigen Geschmack den Vorteil, dass die Speisen so leichter verdaulich sind.

Desweiteren ist Majoran als Tee getrunken hilfreich bei akuten Beschwerden des Magen-Darm-Traktes und befreit die Atemwege. Auch auf das Nervensystem kann sich ein Majoran-Tee sehr positiv und beruhigend auswirken. Kompressen oder Salben mit Majoran können Hautbeschwerden wie Allergien und Ausschläge reduzieren und lindern.

Majoran


Die Berberitzen-Frucht erstrahlt im Herbst knallrot – so rot, dass viele denken, diese feuerrote Frucht sei giftig. Ist sie aber nicht, im Gegenteil, die Früchte beinhalten viel Vitamin C und eignen sich hervorragend, um sie zu Marmelade, Kompott oder Saucen zu verarbeiten.

In Asien wird sie sogar als Heilpflanze geschätzt, hierzulande bei Kennern mittlerweile auch. Wer sich gern in der freien Natur aufhält sollte sich unbedingt mit den Eigenschaften der Berberitze vertraut machen und sich diese selten geerntete Frucht zu eigen machen, es lohnt sich!

Für einen ersten guten Überblick lohnt es sich, einmal HIER vorbeizuschauen!


Urzeitliche Pflanze
Der Ginkgo ist der letzte Vertreter einer ausgestorbenen Pflanzengattung. Der inzwischen weltweit verbreitete Baum ist ursprünglich in China beheimatet. Dort wurde er als Tempelbaum und als Heilpflanze angebaut. Im 18. Jahrhundert gelangte Gingko Biloba durch holländische Seefahrer nach Europa, wurde aber zuerst nur als Zierbaum angepflanzt. Es gibt weibliche und männliche Ginkgo-Bäume. Der sommergrüne Ginkgo-Baum kann über eintausend Jahre alt und bis vierzig Meter hoch werden. Seine fächerartigen Blätter enthalten Flavonoide und Terpene. Die reife Schale der grün-gelben Samen riecht nach ranziger Butter und kann allergische Reaktionen auslösen.

Symbol für Gesundheit und langes Leben
In Asien steht die Pflanze als Symbol für Gesundheit und langes Leben. Blätter und Samen werden wegen ihrer Vielzahl an heilenden Inhaltsstoffen seit Jahrhunderten medizinisch genutzt. Der Baum ist tolerant gegen Luftschadstoffe, weshalb er oft als Straßen- und Parkbaum zu finden ist, kaum krankheitsanfällig und verträgt auch starken Frost.

Heilwirkungen
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) findet Ginkgo Biloba Anwendung bei Angina Pectoris, Bluthochdruck, Asthma und bei der Wundbehandlung. Weitere Einsatzgebiete sind Schwindel, Kopfschmerzen und Tinnitus. Ginkgo-Extrakt fördert die Durchblutung, wirkt sich positiv auf die Gedächtnisleistung aus und hilft gegen Arterienverkalkung, das haben wissenschaftliche Studien bewiesen.


Die Blätter der Damiana-Pflanze finden heutzutage auch hier in Deutschland Anwendung, und das nicht ohne Grund: Denn was bereits die Maya an dieser Pflanze schätzten findet mittlerweile auch hier Anklang. Ob als Basis für Liköransätze, als Tee oder als Tabakersatz, Damiana bekommt immer mehr Anhänger und Anhängerinnen.

Die Maya schwören u.a. auf die aphrodisierende Wirkung, auch bei Verdauungsstörungen oder asthmatischen Beschwerden soll Damiana helfen.

Bitte beachten: Wie bereits erwähnt handelt es sich um traditionelle Überlieferungen, die nicht ausreichend wissenschaftlich belegt sind.


Kräuterkasten

Sie sprießen, meine Kräuter! Wie schön! Und dabei sind das noch nicht mal alle Kräuter, die man gern zum Kochen verwendet.

Ausgesät habe ich: Estragon, Dill, Majoran, Petersilie, Oregano, Schnitt-Knoblauch und Basilikum.

Und nun habe ich ein Rezept gefunden, bei dem drei der Kräuter zum Einsatz kommen. Die Champignon-Avocado-Kräuter-Creme eignet sich hervorragend als Dip oder Brotaufstrich. Schnell zubereitet und köstlich, das kann ich Euch sagen.

 

Man nehme:

  • 5 große Champignons
  • Petersilie, Dill, Basilikum (evtl. andere Kräuter und Gewürze je nach Belieben)
  • 2 EL Olivenöl
  • Prise Salz und Zucker
  • etwas Zitronensaft
  • 1/2 Avocado

Das alles einfach pürieren und bei Bedarf nachwürzen. Fertig.


Ende März beginnt die Bärlauchsaison: Wenn die ersten Sonnenstrahlen den Boden erwärmen, sprießt das schon bei den Germanen bekannte Heil- und Küchenkraut an nährstoffreichen, schattigen und feuchten Waldplätzen und verbreitet seinen Knoblauchduft. Seinen Namen verdankt die Wildpflanze Bärlauch (wie der Name schon andeutet) der Vorliebe von Braunbären, nach dem Winterschlaf in Bärlauchfeldern zu weiden.

Die Zwiebelpflanze aus der Familie der Liliengewächse erlebte in den letzten Jahren eine Renaissance als Küchenkraut: Der pikante, knoblauchähnliche Geschmack macht Bärlauch zu einer beliebten Ingredienz für Pasten, Soßen und Aufstriche. Mit Bärlauch werden Suppen verfeinert oder raffinierte Frühlingssalate zubereitet. Verarbeitet werden vorwiegend frische, junge Blätter, die von April bis Juni gesammelt werden. Gekocht verliert Bärlauch viel an Geschmack und Wirkung – die Blätter werden roh unter heiße Speisen gemengt.

Nach dem Volksglauben der Germanen wurde Bärlauch die Fähigkeit zugeschrieben, Bärenkräfte zu verleihen, und bis heute wurde die heilsame Wirkung der Pflanze in der Volksmedizin überliefert. Das Lauchgewächs enthält eine sehr hohe Konzentration an Schwefelverbindungen, Magnesium und Eisen, regt Verdauung und Kreislauf an, wirkt entschlackend und soll sogar gegen Arteriosklerose wirksam sein.

Bärlauch kann leider leicht mit zwei giftigen Pflanzen verwechselt werden: dem Maiglöckchen und der Herbstzeitlosen, deren Blätter so giftig sind, dass bereits der Verzehr von kleinen Mengen schnell zum Tod führt.


Ich freue mich, das erste Rezept in der Reihe “Kochen mit Kräutern und Gewürzen” präsentieren zu dürfen. Suppen sind lecker und in der Regel schnell zubereitet. Doch wer sich etwas mehr Zeit nehmen möchte und darauf bedacht ist, ohne Glutamat oder Brühwürfel zu kochen, der oder die wird sich vielleicht über das folgende Rezept freuen.

In schnellen Schritten geht es zur Kräuterbouillon, die als Grundlage für Gemüsesuppen, Klöße, Maultaschen etc. dienen kann.

Wir brauchen:

1 Liter Wasser

5 EL Liebstöckel

4 EL Selleriekraut

1 Zwiebel

1 Frühlingszwiebel

1 Karotte

Prise Peperonipulver

Etwas Balsamicoessig

Salz und Zucker

Alle Kräuter sehr sehr fein hacken. Salz und Peperonipulver aufkochen, fein gehackte Kräuter hinzugeben und kurz aufkochen lassen, dann ca. 15 Minuten köcheln lassen, fertig. Eventuell mit Zucker und/oder Balsamicoessig verfeinern. Das Gemüse kann man natürlich absieben, wenn man eine klare Bouillon haben möchte.


Dill

Dill gehört zu den beliebtesten Gewürzen in Deutschland. Die ursprünglich aus Vorderasien stammende Gewürzart wird mittlerweile überall auf der Welt angebaut. Der Dill gehört zur Gattung der Doldenblütler, z. B. wie Karotten oder Petersilie.

In der Küche wird der Dill oftmals als frische Beigabe zum Salat verwendet. Zusätzlich wird Dill sehr häufig bei der Verarbeitung von Fisch verwendet, beispielsweise in einer feinen Kräutersoße zum Verfeinern oder als Beigabe in einer frischen Hollandaise-Sauce. Ebenfalls bekannt ist der Dill für seine Verwendung im Gewürzgurkenglas. Gerade seine vielseitige Verwendungsmöglichkeit macht den Dill in Deutschland so beliebt.

Für den Eigenanbau im heimischen Garten sollte man beachten, dass man einen guten Boden benötigt und dass der Dill nicht zwei Jahre hintereinander an derselben Stelle wachsen möchte. Zur Aussaat ist der März am besten geeignet. Nach der Ernte sollte man den Dill kühl, bei etwa 0°C bis -1°C lagern. Verpackt man das Gewürz noch zusätzlich in Folie, hält es sich ca. zwei bis drei Wochen lang frisch.


Frische Ideen für die kommende Grill-Saison!

Draußen wird es wieder wärmer und damit startet auch die Grill-Saison! Viele können es kaum noch erwarten und haben den Grill schon geputzt und poliert und sind nun auf der Suche nach neuen, leckeren Rezepten für die kommenden Monate. Für eine abwechslungsreiche Grill-Saison muss man aber nicht immer auf komplizierte Rezepte zurückgreifen.

Besonders einfach und lecker ist es, das Fleisch einfach mal nicht vom Metzger würzen zu lassen, sondern es selbst mit außergewöhnlichen Gewürzen zu verfeinern. So schafft man viel Abwechslung beim Grillen, denn es gibt so viele verschiedene Grill Gewürze! Bei fertigem Grillfleisch aus dem Supermarkt oder vom Metzger hat man ja meist nur die Wahl zwischen Fleisch in Kräutern oder in Paprika. Besonders gut schmeckt Schweinefleisch beispielsweise, wenn man es mit Salz, Pfeffer, Paprika, ein wenig Curry und Cayenne Pfeffer würzt. Hähnchen kann man sehr gut mit Rosmarin oder auch mit Muskatnuss verfeinern.

Wer es schnell mag, wird sich über diesen Tipp freuen: wir haben nämlich eine tolle  fertige Gewürzmischung entdeckt. Die Gaucho Gewürzmischung besteht  aus: Pfeffer, Meersalz, Knoblauch, Zwiebeln, Rohrzucker, Koriander, Senf, Chili, Thymian, Piment und Paprikaflocken. Also mal was ganz anderes und super lecker, wie wir finden. Diese Gewürzmischung ist besonders für den Einsatz in Gastronomiebetrieben zu empfehlen, wo es ja immer sehr flott gehen muss. Ansonsten kann man natürlich auch mit verschiedenen Dips Abwechslung in die kommende Grill Saison bringen. Die Basis dieser Dips besteht meist aus Quark, Joghurt oder Butter, die dann ebenfalls mit den verschiedensten Gewürzen oder Gewürzmischungen verfeinert wird.

So einfach kann das manchmal sein!


Tee aus Nana Minze ist ein marokkanisches Nationalgetränk und wird traditionell nach dem Essen genossen. Nanaminztee wird meist heiß getrunken, ist aber auch kalt ein hervorragender Durstlöscher. In Marokko wird Nana Minze Tee stark gesüßt getrunken, er schmeckt aber auch ungesüßt. Die Nana Minze hat einen typischen Spearmint Geschmack und ist sehr erfrischend. Es gibt viele Minze-Arten und Nana Minze ist die Bezeichnung für Wasserminze.

Die Blätter der Nana Minze enthalten wertvolle ätherische Öle, auch Menthol. Die geschnitten Blätter haben im Aufguss einen intensiveren Geschmack. Nana-Minze-Tee wird oft besser vertragen als der bekannte Pfefferminztee mit starkem Menthol Gehalt. Tee aus Nanaminze kann bei Magen-Darm-Beschwerden, sowie bei Übelkeit und Brechreiz angewendet werden und hat eine entzündungshemmende Wirkung. Nana Minze Tee kann pur aufgebrüht getrunken werden, eignet sich aber auch zum Mischen mit Grüntee. In Marokko wird die klassische Mischung Nana Minze mit Grün-Tee “Whiskey Marocain” genannt, der durch seine kreislaufstärkende Wirkung bekannt ist.

Anwendung: 3-4 gehäufte Esslöffel pro Liter mit kochendem Wasser aufgießen und 5-10 Minuten ziehen lassen.
Der Geschmack des Nana Minze Tees wird auch Sie überzeugen.


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